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Umweltministerin lobt Biomasse

14. Dezember 2016

Höfken: "Über 60 Prozent der erneuerbaren Energie stammt aus Bioenergie"

Quelle: www.iagrarheute.com

Auf der Jahrestagung der „Bioenergie-Initiative 2.0 in der Region Trier“ hob die Reinland-Pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken die Bedeutung der Biomasse hervor: "Über 60 Prozent der erneuerbaren Energie in Deutschland wird durch Bioenergie bereitgestellt".

"Bioenergie ist derzeit die erneuerbare Energie Nummer Eins. Über 60 Prozent der erneuerbaren Energie in Deutschland wird durch Bioenergie bereitgestellt. Biomasse ist kostengünstig und stellt eine tragende Säule der Energiewende dar", erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken am Donnerstag auf der Jahrestagung der "Bioenergie-Initiative 2.0 in der Region Trier".

 

Biomasse sei ein wichtiger Energiespeicher. Sie liefere Strom unabhängig vom Wetter. Beim Ausgleich von Wind- und Sonnenenergie spiele Bioenergie daher eine zunehmend wichtige Rolle, wird Höfken in einer Pressemitteilung ihres Ministeriums zitiert. "Biomasse kann und muss umwelt- und naturschutzgerecht angebaut und eingesetzt werden. Hierzu gibt es inzwischen viele Erkenntnisse und Konzepte". Die Bioenergie-Initiative 2.0 wurde 2013 vom Umweltministerium ins Leben gerufen. Seit dem unterstütze die Diskussions- und Projektplattform unbürokratisch Projekte vor Ort und vernetze Akteure im Bereich Bioenergie. "Damit ist die Bioenergie-Initiative eine wichtige Basis für Akteure, die in der Region die Energiewende und den Klimaschutz voranbringen", so Höfken.

Bioenergie bringt Wertschöpfung in ländliche Räume

Eine ambitioniertere Klimaschutzpolitik werde immer dringlicher, führte die Ministerin an. Der neue Klimaschutzplan der Bundesregierung und das Klimaschutzkonzept Rheinland-Pfalz bietet die Basis für die Umsetzung. Gerade hätten die Länder auf der Weltklimakonferenz in Marrakesch in großer Einigkeit die Umsetzung der Klimaschutzziele zum vordringlichen Thema gemacht. 2016 sei wahrscheinlich das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen vor 137 Jahren. Rheinland-Pfalz sei jetzt schon besonders vom Klimawandel betroffen. "Starkregen, lokale Überschwemmungen und Erdrutsche, begleitet von massiven Schäden haben uns gezeigt, wie wichtig konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz sind. Deshalb müssen wir uns verabschieden von den fossilen Energieträgern, konsequent neue Wege intelligenter Energienutzung gehen und die erneuerbaren Energien voranbringen", sagte die Ministerin ferner.

Von großer Bedeutung sei auch, dass die dezentrale Erzeugung von Bioenergie zu mehr Wertschöpfung im Ländlichen Raum beitrage. Hier in der Region Trier zeige das Verbundprojekt Westeifel sektorübergreifend Wege in die Zukunft, berichtete Höfken. Erstmals werde hier eine Infrastruktur geschaffen, die Wasser, Strom, Biogas, Erdgas und Breitband zusammen bringe. Im kommenden Jahr solle damit begonnen werden, die ersten sieben Biogasanlagen an die Trasse anzuschließen. Insgesamt könnten alle 48 Biogasanlagen im Bereich des KNE-Projekts angeschlossen werden.

 

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